Medizinisch versorgt, menschlich betreut

Unsere Patienten werden rund um die Uhr von 4 Ärzten unterschiedlicher Fachbereiche betreut. Wir stellen eine pflegerisch höchst anspruchsvolle sowie personalintensive Versorgung und Pflege der Bewohner sicher. Jedem Patienten wird eine optimale, nur auf ihn abgestimmte logopädische, physio- und ergotherapeutische Behandlung zugesichert.

 

Das Therapiezentrum in Rickert ist spezialisiert in der Versorgung und Therapie von:

  • Wachkoma-Patienten
  • Patienten mit apallisch/postapallischem Syndrom
  • Beatmungspflichtigen Patienten
  • Patienten mit Hochquerschnittssyndrom (Tetraplegie)
  • SHT-Patienten (Schädel-Hirn-Trauma)
  • Patienten nach Hirninfarkt oder Hirnblutung
  • Patienten mit degenerative Erkrankungen des zentrale Nervensystems (MS, ALS)
  • Patienten mit entzündliche Erkrankungen des zentralen Nervensystems
  • Patienten nach operativer Versorgung von Hirntumoren
  • MRSA und ESBL-Patienten (multiresistente Keime)

Hilfsmittel, die der Betroffene in der Einrichtung oder nach der Entlassung für sein späteres Leben benötigt, können bei den zuständigen Krankenkassen beantragt werden. Zu diesen Hilfsmitteln gehört natürlich auch als zukünftiges Fortbewegungsmittel der Rollstuhl.

 

Mögliche Hilfsmittel können sein:

  • Rollstuhl elektrisch/mechanisch
  • Dusch-Rollstuhl
  • Elektrisch höhenverstellbares Pflegebett
  • Arm- und Beintrainer
  • Stehbrett / Stehtisch
  • Rollator
  • Essbesteck / Trinkhilfe
  • Schreibhilfe
  • Tipphilfe für Computer
  • Sprachgesteuerte Fernbedienung
  • Sprachgesteuertes Telefon

Behandlungsmethoden

Ein Schwerpunkt unserer Leistungen ist die medizinisch-neurologische Behandlung von Patienten mit Hochquerschnittssyndrom (Tetraplegie – Vollständige Lähmung beider Arme und Beine). Die Behandlung einer querschnittsgelähmten Person erfolgt heute in der Regel in einem spezialisierten Behandlungszentrum.

 

Besondere medizinische Leistungen in unserem Hause sind die Versorgung von:

  • Wachkomapatienten (apallisches Syndrom),
  • SHT-Patienten (Schädel-Hirn-Trauma),
  • Patienten mit Hochquerschnittssyndrom (Tetraplegie),
  • beatmungspflichtigen Patienten.

Die Anwendungen und Behandlungen aus dem Bereich der Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Massage werden durch die Ärzte unseres Hauses ständig koordiniert und überwacht. Die ärztlichen Leistungen umfassen dabei: Kontrollieren und Auffüllen von Lioresal-Pumpen, Überwachung von intensiv-medizinischem Monitoring, Versorgung und Überwachung von beatmeten Patienten.

 

Zu unseren Behandlungszielen gehören insbesondere:

  • die langfristige Stabilisierung der Vitalfunktionen (Herz-Kreislauf, Atmung, Ausscheidung),
  • die Dekompression des Rückenmarks und operative Stabilisierung der Wirbelsäule mit dem Ziel der Wiederherstellung der normalen Belastbarkeit der Wirbelsäule und zur Vermeidung von sekundären neurologischen Verschlechterungen,
  • die Versorgung der Begleitverletzung und Behandlung von Begleiterkrankungen,
  • die Vermeidung, Diagnostik und Behandlung akut lebensbedrohender Komplikationen, insbesondere der Thrombosen,
  • die Regulierung der spinalen Spastik nach Abklingen des spinalen Schocks,
  • die Vermeidung und Behandlung sonstiger Komplikationen (Kontrakturen, Weichteilverknöcherungen, Druckgeschwüre, chronisches Schmerzsyndrom),
  • die psychische Stabilisierung des Patienten als unabdingbare Voraussetzung für eine somatische Stabilisierung,
  • die Wiederherstellung der größtmöglichen Selbstständigkeit.

Ihre Ansprechpartner für ärztliche Leistungen

Dr. Viktor Tabert

Leitender Arzt

Dr. Manfred Schuckart

Arzt für Chirurgie

Dr. Martina Meier-Höfig

Ärztin für Allgemeinmedizin

Dr. med. Rainer Turowski

Arzt für Innere Medizin

Diagnostik

Neurologisch bedingte Krankheitsbilder, die durch schwerste Schädigung des Gehirns hervorgerufen werden, gehen meist mit einem funktionellen Ausfall der gesamten Großhirnfunktion oder größerer Teile einher, während Funktionen von Zwischenhirn, Hirnstamm und Rückenmark erhalten bleiben.

Dadurch wirken die Betroffenen wach, haben aber aller Wahrscheinlichkeit nach kein Bewusstsein und nur sehr begrenzte Möglichkeiten, zu kommunizieren.

Die Feststellung eines apallischen Syndroms oder einer Hirnschädigung erfolgt in erster Linie klinisch, also durch persönliche Untersuchung und Beobachtung des Betroffenen. Zur Diagnostik werden umfangreiche Untersuchungen durchgeführt.

Unsere ärztlichen und interdisziplinären Leistungen umfassen folgende Untersuchungsmethoden:

  • EKG (Langzeit, Monitoren)
  • Überwachung von Blutdruck und Sauerstoff-Sättigung
  • Ultraschall-Diagnostik in allgemeinmedizinischer Praxis und in neurologischer Praxis
  • Dopplersonographie
  • Duplexsonographie, intra- und extrakraniell
  • Papierlose Elektroenzephalographie
  • Langzeit-EEG mit Videoüberwachung
  • Elektroneuromyographie, SEP-AEP-VEPs
  • Labordiagnostik z.T. im Hause und teilweise in labormedizinischer Praxis und KKH Rendsburg
  • Radiologische Diagnostik (z.B. CT, CCT, MRT) im KKH Rendsburg
  • Blutgasanalyse
  • Restharnmessung durch Ultraschall
  • Fachärztliche Kooperation im Haus und in den Fachpraxen (beispielsweise Augenklinik, HNO, Urologie, Orthopädie, etc.)